Für Mitarbeitende 28.07.2026 · 4 Minuten

Dienstrad: was du wirklich sparst

„Bis zu 40 Prozent günstiger“ steht überall. Was davon in deinem Fall übrig bleibt, hängt an drei Dingen. Hier sind sie, mit Rechner zum Selbstprobieren.

Frau fährt auf einem E-Bike an einem Bürogebäude vorbei

Beim Dienstrad least dein Arbeitgeber ein Fahrrad oder E-Bike und überlässt es dir, privat wie dienstlich. Bezahlt wird über eine Gehaltsumwandlung: Der Leasingbetrag geht von deinem Bruttogehalt ab, bevor Steuern und Sozialabgaben berechnet werden. Genau daraus entsteht die Ersparnis.

Warum es überhaupt günstiger ist

Wenn du ein Rad privat kaufst, zahlst du es aus deinem Nettogehalt. Das Geld hat also schon Lohnsteuer und Sozialabgaben hinter sich. Beim Dienstrad wird der Betrag vorher abgezogen. Dein Bruttogehalt sinkt, damit sinken auch Steuer und Abgaben, und unterm Strich kostet dich dasselbe Rad weniger Netto.

Dazu kommt der geldwerte Vorteil: Weil du das Rad auch privat nutzt, wird ein Viertel des Listenpreises als Grundlage genommen und davon 1 Prozent im Monat versteuert. Das ist der kleine Gegenposten in der Rechnung, er fällt aber deutlich geringer aus als die Ersparnis.

Rechne es für dich durch

Die Schieberegler zeigen dir eine Näherung. Sie rechnet mit einer typischen Gesamtbelastung aus Lohnsteuer und Sozialabgaben und mit 36 Monaten Laufzeit.

Privatkauf, aus dem Netto 3.000 €
Über Dienstrad, effektiv 1.980 €

Du sparst rund 1.020 € gegenüber dem Barkauf, das sind 34 %. Monatlich belastet dich das Rad etwa 55 € netto.

Näherungsrechnung über 36 Monate, inklusive geldwertem Vorteil (0,25 % Bemessung, 1 % Versteuerung). Die tatsächlichen Konditionen hängen vom Anbieter, deiner Steuerklasse und dem Leasingfaktor ab. Verbindlich wird es erst im Angebot.

Woran die Ersparnis hängt

  • Deine Steuerlast. Wer mehr verdient, spart mehr, weil mehr Steuern und Abgaben wegfallen. Bei niedrigen Einkommen fällt der Effekt kleiner aus.
  • Der Preis des Rades. Die Ersparnis ist prozentual ähnlich, in Euro aber bei einem teuren E-Bike natürlich deutlich größer.
  • Was der Arbeitgeber zuschießt. Manche Betriebe übernehmen einen Teil der Rate. Dann verschiebt sich die Rechnung noch einmal klar zu deinen Gunsten.

Was du vorher wissen solltest

Die Laufzeit bindet dich. Üblich sind 36 Monate. Wenn du in der Zeit den Betrieb wechselst, muss geklärt werden, was mit dem Vertrag passiert. Meist lässt er sich übernehmen oder ablösen, das solltest du aber vorher fragen.

Der Rentenbeitrag sinkt leicht. Weil dein Bruttogehalt für die Laufzeit niedriger ist, zahlst du etwas weniger in die Rentenkasse ein. Bei einem Rad über drei Jahre ist der Effekt sehr klein, ehrlicherweise gehört er aber in die Rechnung.

Am Ende kannst du übernehmen. Nach der Laufzeit lässt sich das Rad in der Regel zu einem Restwert kaufen. Der ist deutlich niedriger als der Neupreis.

Wie es bei Tawodo läuft

Im Benefit-Portal liegt das Dienstrad als eigene Kachel. Du siehst dort die Konditionen deines Betriebs, kannst dein Rad aussuchen und die Anfrage direkt starten. Die Abwicklung läuft digital über den Anbieter, im Büro entsteht kaum Aufwand. Ob dein Betrieb das Thema freigeschaltet hat, siehst du in der App.

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