Patientenverfügung: zehn Minuten, die viel ersparen
Ein Thema, das man gern wegschiebt. Zu Recht unangenehm, aber erledigt ist es schneller, als der Gedanke daran dauert.
Eine Patientenverfügung legt fest, wie du medizinisch behandelt werden willst, wenn du selbst nicht mehr entscheiden kannst. Das klingt nach hohem Alter, betrifft aber jeden. Ein Unfall fragt nicht nach dem Geburtsdatum.
Was passiert, wenn es keine gibt
Dann müssen andere entscheiden: Ärztinnen und Ärzte gemeinsam mit Angehörigen, unter Zeitdruck und ohne zu wissen, was du gewollt hättest. Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass der Ehepartner automatisch entscheiden darf. Ohne Vollmacht ist das nicht selbstverständlich, im Zweifel wird eine Betreuung eingerichtet.
Das ist der eigentliche Grund für dieses Thema: Es geht weniger darum, sich selbst abzusichern, als den Menschen um dich herum eine sehr schwere Entscheidung abzunehmen.
Was hineingehört
- Die Situationen, für die die Verfügung gelten soll, möglichst konkret beschrieben.
- Welche Behandlungen du willst und welche nicht, ebenfalls konkret. „Keine Apparatemedizin“ ist zu vage, um im Ernstfall zu helfen.
- Eine Vorsorgevollmacht dazu: wer für dich sprechen darf. Ohne die läuft die beste Verfügung ins Leere.
- Datum und Unterschrift. Und ein Hinweis, wo das Dokument liegt und wer davon weiß.
Einmal ist nicht für immer. Schau alle paar Jahre drauf, und immer dann, wenn sich etwas Grundlegendes ändert: Heirat, Kinder, eine Diagnose. Eine alte Verfügung ist nicht ungültig, aber sie wirkt überzeugender, wenn sie erkennbar aktuell ist.
Wie du es über das Portal machst
Im Benefit-Portal liegt das Thema als eigene Kachel. Du gehst dort in wenigen Schritten durch die Fragen, das Dokument entsteht dabei. Danach hast du es digital griffbereit, und wenn sich die Rechtslage ändert, wirst du aktiv informiert. Für deinen Betrieb entsteht dabei kein Aufwand, er gibt das Thema nur frei.
Der ehrliche Hinweis
Bei einfachen, klaren Verhältnissen reicht ein guter Standardweg vollkommen. Wenn es bei dir komplizierter ist, etwa bei einer bestehenden Erkrankung, einer Patchwork-Situation oder wenn es zusätzlich um Vermögen geht, lass einmal jemanden mit juristischem Hintergrund draufschauen. Das kostet einmalig etwas und ist es in dem Fall wert.