Die fünf Benefits, die wirklich geöffnet werden
Zwischen „freigeschaltet“ und „genutzt“ liegen Welten. Diese fünf Themen klickt die Belegschaft von allein an, und dafür gibt es einen gemeinsamen Grund.
Fast jeder Betrieb, mit dem wir sprechen, zahlt heute schon für irgendeine Form von Zusatzleistung. Und fast jeder erlebt dasselbe: Die Leistung steht im Vertrag, im Intranet oder in einer Mail von vor zwei Jahren. Gefragt wird trotzdem nach mehr Gehalt.
Der Unterschied zwischen einem Benefit, das benutzt wird, und einem, das verstaubt, liegt selten am Benefit selbst. Er liegt daran, ob der Nutzen sofort spürbar ist und ob man ihn ohne Rückfrage im Büro einlösen kann.
1. Einkaufsvorteile
Der unangefochtene Spitzenreiter. Der Grund ist banal: Jeder kauft ohnehin ein. Wenn beim nächsten Elektrogerät, bei der Reise oder beim Wocheneinkauf ein Rabatt herausspringt, ist der Nutzen am selben Tag da. Für den Betrieb ist das Thema kostenneutral und mit minimalem Aufwand freigeschaltet.
2. Das Dienstrad
Der Klassiker, und er funktioniert weiter. Ein Rad ist etwas Greifbares, das jeden Tag vor der Tür steht. Die Ersparnis gegenüber dem Barkauf ist hoch genug, dass sich der Aufwand für die Beschäftigten lohnt, und die Abwicklung läuft digital über den Anbieter, nicht über euer Büro.
3. Gehaltsnahe Extras
Essenszuschuss, Warengutschein, Fahrtkosten, Handy- und Internetzuschuss. Diese Leistungen sind für die Beschäftigten meistens steuer- und sozialabgabenfrei, es bleibt also mehr netto übrig. Für euch kostet derselbe Netto-Effekt deutlich weniger als eine Gehaltserhöhung. Das ist der Punkt, an dem Benefits vom Nice-to-have zum Rechenexempel werden.
Vorsicht bei Pauschalaussagen. Welche Extras in eurem Fall zulässig sind und in welcher Höhe, hängt von Vertrag, Branche und Ausgestaltung ab. Das gehört vor der Einführung einmal steuer- und arbeitsrechtlich geprüft. Wir sagen euch im Tawodo-Check, worauf zu achten ist, ersetzen aber keine Steuerberatung.
4. Das Geschenke-Portal
Geburtstag, Jubiläum, Weihnachten. Der Unterschied zum Gutschein von der Stange: Jeder sucht sich selbst etwas aus, der Versand geht direkt an die Wunschadresse. Das Büro muss nichts besorgen, nichts lagern und nichts verteilen. Kleine Investition, spürbare Wirkung auf die Bindung, und der Aufwand fällt komplett weg.
5. Die betriebliche Krankenversicherung
Das einzige Thema in dieser Liste, das nicht sofort Spaß macht, sondern erst dann, wenn man es braucht. Genau deshalb steht es hier: Wer einmal über die bKV schneller einen Facharzttermin bekommen hat, erzählt davon. Für euch bedeutet das kürzere Ausfallzeiten, die Beiträge sind steuerlich absetzbar.
Was die fünf gemeinsam haben
- Der Nutzen ist konkret. Kein „langfristig vorteilhaft“, sondern ein Rad, ein Rabatt, ein Termin.
- Man kommt ohne das Büro dran. Wer erst einen Antrag stellen und zweimal nachfragen muss, lässt es.
- Sie sind sichtbar. Was in der App auf dem Startbildschirm liegt, wird geöffnet. Was im Intranet steht, nicht.
Der praktische Teil
Ihr müsst nicht alles auf einmal freischalten. Sinnvoller ist, mit zwei bis drei Themen zu starten, die zu eurer Belegschaft passen, und nach ein paar Monaten zu schauen, was tatsächlich geöffnet wurde. Im Portal seht ihr das, ohne jemanden fragen zu müssen. Danach ergänzt ihr, was fehlt.
Welche Themen für euren Betrieb infrage kommen, klären wir im Tawodo-Check. Der dauert 15 Minuten und kostet nichts.